Wer so wenig Besuch bekommt, ist begierig auf alles Neue.
Wer so wenig Besuch bekommt, ist begierig auf alles Neue.

Meine Freunde,

Oft mache ich mich auf den Weg zu drei Familien, die hoch oben in den Bergen Boliviens leben. Bevor ich aufbreche, möchte ich euch ein wenig davon erzählen – denn ihr gehört zu diesem Weg dazu. Die Menschen dort warten oft wochenlang auf einen Besuch. Auf jemanden, der sich Zeit nimmt, zuhört und mit ihnen betet. Genau das möchte ich heute für sie sein: jemand, der da ist. Ich möchte ihnen zeigen: Ihr seid nicht vergessen. Euer Leben und eure Sorgen sind uns wichtig.

Gottesdienst, Taufen, Segen für Menschen, Häuser Tiere und Felder.
Gottesdienst, Taufen, Segen für Menschen, Häuser Tiere und Felder.

Doch im Moment ist schon die Fahrt zu ihnen eine Herausforderung.

Wegen der wiederkehrenden Blockaden ist Treibstoff nur schwer zu bekommen. Unser Vorrat ist knapp, und wir müssen jeden Kilometer sorgfältig planen. Trotzdem brechen wir auf. Die Familien zählen auf uns, und ich möchte ihnen beistehen, so gut ich kann.

Auch die Kinder zeigen sich im besten Kleid.
Auch die Kinder zeigen sich im besten Kleid.

Die weiten Wege, das raue Klima und der Mangel an den einfachsten Dingen machen diesen Dienst nicht leicht. Gerade dann spüre ich, wie sehr ich auf Unterstützung angewiesen bin. Ich kann diesen Weg nicht allein gehen.

Man tauscht natürlich auch Sorgen und Erwartungen aus.
Man tauscht natürlich auch Sorgen und Erwartungen aus.

Und deshalb möchte ich euch heute ganz persönlich Danke sagen. Für jede Nachricht, mit der ihr an mich denkt. Für jedes Gebet, in das ihr die Menschen hier und mich einschließt. Für jede Hilfe, ob groß oder klein. Ihr helft nicht nur aus der Ferne – ihr tragt diesen Dienst mit.

Eure Verbundenheit gibt mir Kraft. Sie erinnert mich daran, dass auch ich nicht allein bin. Gemeinsam dürfen wir darauf vertrauen, dass Gott Wege öffnet, wo wir selbst noch keine sehen.

Wenn ich dann zu den Familien aufbreche, dann auch „Dank“ Euch.

Ich umarme euch von Herzen und wünsche euch Gottes Segen.

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens

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