
Reaktionen und Bedeutung seines Wirkens
Trauer in Sucre und ganz Bolivien
Der Erzbischof von Sucre, Ricardo Ernesto Centellas Guzmán, ist am Donnerstag in der Stadt Oruro unerwartet verstorben. Er befand sich dort anlässlich des Jubiläums der Katholischen Universität Boliviens (UCB), als er einem Herzstillstand erlag. Sein Tod wurde von seiner Familie und kirchlichen Stellen bestätigt.
Bestätigung durch Angehörige und Kirche
Wie sein Bruder Hugo Centellas gegenüber der Zeitung Correo del Sur erklärte, ereignete sich der Vorfall während der offiziellen Feierlichkeiten. Auch die Bolivianische Bischofskonferenz bestätigte den Tod des Erzbischofs und äußerte tiefe Anteilnahme.
Überführung nach Sucre vorbereitet
Eine Delegation von Priestern aus dem Klerus von Chuquisaca reist nach Oruro, um die Überführung des Leichnams nach Sucre zu organisieren. Bis dahin wird der Verstorbene in Oruro aufgebahrt; eine Kapelle für das erste Velatorium wurde bereits eingerichtet.
Ein Leben im Dienst der Kirche und der Menschen
Werdegang und kirchliche Verantwortung
Ricardo Centellas wurde 1962 in Chuquisaca geboren und 1988 zum Priester geweiht. Er wirkte als Bischof von Potosí, bevor ihn Papst Franziskus 2020 zum Erzbischof von Sucre ernannte. Zudem war er Präsident der Bolivianischen Bischofskonferenz (2015–2021) und zuletzt deren Vizepräsident.
Engagement für Dialog und gesellschaftliche Verantwortung
Centellas war bekannt für seine klare, aber konstruktive Stimme in politischen und sozialen Fragen. Er mahnte wiederholt zu Dialog, Ordnung und strukturellen Reformen, besonders in Zeiten nationaler Konflikte. Seine Worte fanden weit über kirchliche Kreise hinaus Gehör.
Trauer in Kirche und Gesellschaft
Die Kirche in Bolivien würdigt Centellas als einen Hirten, der sein Leben „dem Dienst am Volk Gottes“ widmete. Sein Tod hinterlässt eine spürbare Lücke – sowohl in der kirchlichen Leitung als auch im gesellschaftlichen Diskurs.
Ein Erzbischof, der Brücken baute
Sein Wirken war geprägt von Nähe zu den Menschen, Einsatz für Bildung und einer tiefen Verbundenheit mit der Universidad Católica Boliviana, deren Großkanzler er seit 2024 war. RIP
Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens
