Warum das Gemüse nicht im Supermarkt wächst
In Zeiten politischer und wirtschaftlicher Staatskrisen blickt die Welt oft zuerst auf die Tankstellen. Der Treibstoff ist knapp, die Schlangen sind lang. Doch wie Padre Hernán Tarqui, der unermüdlich im Dienst für die Ärmsten in den bolivienischen Bergen unterwegs ist, treffend erinnert: „Treibstoff können wir weder trinken noch essen.“ Die wahre, existenzielle Herausforderung zeigt sich viel schneller auf den Tellern: Es fehlt an frischem Gemüse und Obst.
Beiträge
Kirche hautnah
Wenn der Glaube Berge versetzt und dem Schatten des Drogenkriegs trotzt
Die Anden Boliviens: Atemberaubende Gipfel, dünne Luft und eine Landschaft, die majestätischer kaum sein könnte. Doch wer hinter die Postkartenidylle blickt, erkennt schnell, dass das Leben hier oben auf über 4.000 Metern ein ständiger, harter Kampf ist. Mittendrin, wo die Straßen enden und die Pfade steil werden, arbeitet Padre Hernán Tarqui. Ein Mann, der zeigt, was es bedeutet, Kirche nicht nur zu predigen, sondern hautnah zu leben – im Dienst für die Ärmsten der Armen.
Die Wächter der Hoffnung
Warum die Welt nicht untergeht Wir alle kennen die Nachrichten: Krisen, Konflikte und ein scheinbar unaufhaltsamer Trend zu Egoismus und Ellenbogenmentalität. Man könnte fast den Glauben an die Menschheit verlieren. Doch wenn man genauer hinsieht – abseits der großen Schlagzeilen –, entdeckt man sie: die Wächter der Hoffnung. Wer sind diese Menschen, die sich trotz…
Auf dem Weg nach Ayoma
Begleiten Sie mich gerne auf dieser Reise.
Lassen wir die asphaltierten Straßen hinter uns und die staubigen, holprigen Wege hinauf in die rauen Hochlagen des Departements Potosí einschlagen. Das ist die Art von Reise, die man in keinem Reiseführer findet – ein tiefer Einblick in ein Leben, das von Entbehrungen, aber auch von unglaublicher Widerstandskraft geprägt ist.
Ein Schritt in die Stille
Unterwegs in den Bergen Boliviens Hier oben, wo die Luft dünn und der Horizont unendlich weit ist, verändert sich der Rhythmus. Der Schritt wird unwillkürlich langsamer, der Atem bewusster. Die schroffen Gipfel der Anden ragen in einen tiefblauen Himmel, der in dieser Höhe fast unwirklich erscheint, und der kalte Wind trägt das Schweigen der Berge…
Sommerhitze in Europa, klirrende Kälte in den Anden
Nachrichten von Padre Hernán Während wir hier in Europa die Sommertage genießen und dankbar den Schatten suchen, erreichen uns bewegende Grüße von der anderen Seite der Welt. Padre Hernán Tarqui hat sich aus den Bergen Boliviens gemeldet – und dort bietet sich aktuell ein ganz anderes, extremes Bild. In den Höhen des Altiplano, besonders in…
Ein neues Herz für Pampa Colorada
Die Kirche in Pampa Colorada ist offiziell eingeweiht! Liebe Freunde,ihr kennt sicher dieses eine, ganz besondere Gefühl: Wenn nach einem langen, steinigen Weg plötzlich eine riesige Last von den Schultern fällt. Man tut den ersten tiefen Atemzug seit Monaten, blickt sich um und spürt einfach nur Erleichterung und tiefe Dankbarkeit. Wir haben es geschafft. Die…
Der Herr des Altiplano
Die magische Wallfahrt zum Tata Bombori Die Puna im bolivianischen Hochland ist kein Ort für Schwache. Wenn im Juni und Juli der eisige Winterwind über das Altiplano fegt, scheint die Zeit stillzustehen. Doch genau dann, in der kältesten Zeit des Jahres, erwacht eine der faszinierendsten Ecken Boliviens zum Leben. Tausende Pilger machen sich auf den…
Pfarrkirche in der Gemeinde Macha
Kirche ist historisch auf einem Inka-Friedhof erbaut Die Kirche in der Gemeinde Macha im bolivianischen Departamento Potosí ist historisch auf einem Inka-Friedhof erbaut. Sie ist das rituelle Zentrum des alljährlichen Tinku-Festivals (Fiesta de la Cruz) am 3. und 4. Mai, bei dem katholischer Glaube und andiner Synkretismus aufeinandertreffen. Sie ist berühmt für die „Flaggen von…
Staub, Glaube und dünne Luft
Mit Padre Hernán auf dem Dach der Welt
Der Atem pfeift, die Knie protestieren leise, und der Horizont scheint im tiefen Blau des Himmels zu verdampfen. Willkommen in den bolivianischen Anden, wo die Luft so dünn ist, dass jeder Gedanke zweimal überlegt werden will, bevor man ihn ausspricht. Hier oben verändert sich der Rhythmus des Lebens. Der Schritt wird unwillkürlich langsamer, der Blick dafür umso schärfer.